Stadtwerke Lindau sorgen für noch mehr Lademöglichkeiten - Zwei neue Stromtankstellen sind bestellt

Die Stadtwerke Lindau betreiben in Lindau und Umgebung bereits fünf öffentliche Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und legen jetzt mit weiteren Lademöglichkeiten nach. Außerdem fördert der Energieversorger seit 2014 die Anschaffung von E-Fahrzeugen ihrer Kunden und geht selbst mit guten Beispiel voran: BotInnen und VertriebsmitarbeiterInnen schätzen die leisen und umweltfreundlichen Stadtflitzer als Dienstautos mittlerweile sehr. „Weil Strom unser Business ist haben wir uns natürlich des Themas angenommen und wollen die Elektromobilität in der Region stärken: Noch in diesem Jahr werden wir weitere Ladesäulen im Stadtgebiet installieren“ verrät Thomas Gläßer, Geschäftsführer der Stadtwerke Lindau. „Im Rahmen der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge haben wir Fördergelder beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur beantragt und auch mit rund 77.000 Euro genehmigt bekommen“ freut sich Gläßer, „danach kommen knapp 40 Prozent der Kosten als Zuschuss aus dem Förderprogramm, den Rest finanzieren die Stadtwerke“. Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird von der NOW, der Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, koordiniert.

Schnellladestation geplant

Bislang gab es bereits fünf öffentliche Ladesäulen der Stadtwerke in und um Lindau: auf dem Gelände der Stadtwerke Lindau (B) in der Auenstraße, beim Autohaus Unterberger am Autobahnzubringer sowie in Wasserburg vor dem Rathaus und in Nonnenhorn am Bahnhof. Die Ladesäule am Karl-Bever-Platz wurde für die Zeit der Bauarbeiten an der Zufahrt, dem Parkplatz und dem Regenauffangbecken abgebaut. Das ist im bundesdeutschen Vergleich ein Angebot, das sich sehen lassen kann. Durch den Ausbau der Infrastruktur kommen jetzt noch in diesem Jahr zwei Ladesäulen im Stadtgebiet hinzu: Am Karl-Bever-Platz, wo die am stärksten frequentierte Ladesäule ihren Standort hat, werden künftig drei Säulen und damit sechs Ladepunkte angeboten. „Die zusätzlichen Säulen sind bestellt und werden aufgestellt, sobald alles beisammen ist“ sagt Hans-Peter Hasel, Projektleiter „Elektromobilität“ bei den Stadtwerken Lindau. Eine öffentliche „Wallbox“ finden E-Mobilisten bereits im neuen Inselhallen-Parkhaus, weitere „Wallboxen“ sind geplant und sollen im nächsten Jahr in Betrieb genommen werden. Eine sogenannte Schnellladesäule mit Gleichstromladung, an der Elektrofahrzeuge in 45 bis 60 Minuten aufgeladen werden können, ist in der Josefine-Hirner-Straße vorgesehen. Die Errichtung erfolgt ebenfalls in in 2018, sofern das Projekt genehmigt wird.

Wo es Sinn macht sind wir zur Stelle

Ob und wenn ja wie viele weitere Ladesäulen noch installiert werden, ob im bayerischen oder württembergischen Teil des Stadtwerke-Gebietes, möchten die Stadtwerke von der Entwicklung und dem Verhalten der E-Mobilität und ihrer Nutzer abhängig machen: „Wenn sich abzeichnet, dass die meisten ihr Auto über Nacht zu Hause laden, weil das am besten zu ihrem Tagesablauf passt, dann brauchen wir Lindau nicht mit öffentlichen Ladesäulen zu überfüttern und unnötig Geld auszugeben“ fasst Gläßer den Status Quo zusammen. „Wo es aber Sinn macht, da sind wir gerne und kompetent zur Stelle“.

Länder legen zusätzliche Förderprogramme auf

Mit insgesamt 300 Millionen Euro fördert die Bundesregierung den Ausbau von Schnell- und Normalladepunkten mit dem Ziel, bis 2020 möglichst viele der besonders aufwendigen und damit teuren Schnellladepunkte an den Verkehrsachsen und in den Metropolen verfügbar zu haben. Das Förderprogramm des Bundes reicht aber laut der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner nicht aus, um die Elektromobilität in Bayern flächendeckend auszubauen und voranzutreiben. Deshalb bekommt der Freistaat ein zusätzliches Förderprogramm und ergänzt die seit März laufende Ladeinfrastruktur-Förderung des Bundes mit einem eigenen Programm. Seit dem 1. September diesen Jahres können natürliche und juristische Personen Geld für die Errichtung der Ladesäule, den Netzanschluss und die Montage beantragen. Pro Ladepunkt mit 22 kW können das bis zu 3.000 Euro sein. Aber auch die Nachbarn in Württemberg fördern extra: „Das Verkehrsministerium verfolgt einen strategischen Ansatz beim Aufbau einer flächendeckenden öffentlich-zugänglichen Stromladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“, sagt Verkehrsminister Winfried Hermann. Es gehe um den Aufbau von 2.000 Ladesäulen landesweit, damit künftig im Umkreis von zehn Kilometern stets eine Lademöglichkeit erreichbar sein wird. „Zudem werden ausgewählte Fahrzeugflotten und innovative Vorhaben der E-Mobilität gefördert“.

Die Stadtwerke sind kompetent in Sachen E-Mobilität