Stadtwerke schliessen 2016 mit deutlich besserem Ergebnis ab

Lindau, 02.08.2017 (swli) - In einem schwierigen Marktumfeld hat sich die Ertragslage der Stadtwerke Lindau 2016 gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Das Betriebsergebnis im Kern-geschäft (Strom, Gas, Wasser) lag mit einem Überschuss von T€ 7.110 um T€ 1.715 über dem Vorjahr. Beim Finanzergebnis ergab sich ein Verlust von T€ 4.210 im Vergleich zu einem Vorjahresverlust in Höhe von T€ 8.982, was einer Verbesserung um T€ 4.772 gegenüber dem Jahr 2015 entspricht. Der Aufsichtsrat konnte dem Stadtrat in seiner Juli-Sitzung die Empfehlung aussprechen, einen Jahresüberschuss von rund 2,2 Millionen Euro festzustellen und daraus einen Betrag von rund 1,2 Millionen Euro an die Stadt Lindau auszuschütten. Der nach der Berechnung und Abführung der Körperschaftsteuer verbleibende Jahresüberschuss 2016 soll den Rücklagen der Stadtwerke Lindau (B) GmbH & Co. KG zugeführt werden.
Energiewirtschaft wandelt sich

„Darauf kann man sich keinesfalls ausruhen“, beurteilt Thomas Gläßer, Geschäftsführer der Stadtwerke Lindau (B) GmbH & Co. KG und aller zur Unternehmensgruppe gehörenden Gesellschaften, das Ergebnis „ist aber eine positive Entwicklung, die zeigt, dass unser Kerngeschäft weiterhin auf einem grundsoliden Fundament steht.“ Dass die Stadtwerke beispielsweise lange vor anderen Stromversorgern komplett auf Ökostrom gesetzt haben und damit der faire regionale Partner für Strom, Gas, Wasser, Wärme, Telekommunikation und Mobilität vor Ort sind, wissen die Kundinnen und Kunden der Stadtwerke Lindau (B) zu schätzen. Gläßer bleibt bei aller Freude realistisch: „Auch in Zukunft bleibt das Marktumfeld in unseren Geschäftsfeldern schwierig, Komplexität sowie Wettbewerb nehmen weiter zu. Die Energieversorgung ist nach wie vor von weitreichenden, strukturellen Veränderungen geprägt. Auch in Zukunft bewegen wir uns in einem Spannungsfeld von rückläufigen Margen im klassischen Kerngeschäft und einem hohen Kapitalbedarf für unsere Zukunftsaufgaben in einer vernetzten und digitalisierten Welt. Wir haben noch viele Aufgaben und Veränderungen vor uns.“ Den Herausforderungen begegnet der Stadtwerke-Chef aber mit Zuversicht: „Wir haben zukunftsweisende Projekte gestartet, die uns dabei helfen werden, unser Ergebnis auch weiterhin positiv zu gestalten, unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern und Dienstleistungen für innovative und wichtige urbane Themen unserer Zeit zu entwickeln.“

Hierzu gehören mit Smart Meter beispielsweise Projekte aus der digitalen Welt. Smart Meter sind Intelligente Mess-Systeme, die nicht mehr abgelesen werden müssen, sondern rund um die Uhr detaillierte Informationen über Stromerzeugung und -verbrauch liefern und die es ermöglichen, beide zu vernetzen und aufeinander abzustimmen.

2,2 Millionen Fahrgäste

Auch beim Stadtbus verbesserte sich das Ergebnis vor Verlustübernahme gegenüber dem Vorjahr und belief sich auf T€ - 1.602. Damit war der Stadtverkehr weniger belastet als erwartet, was unter anderem in niedrigeren Treibstoffkosten seine Ursachen findet. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2016 rund 2,2 Millionen Fahrgäste befördert und die türkise Flotte fuhr zusammen knapp eine Million Kilometer. „Wir wollen es unseren Fahrgästen ermöglichen, auch unter erschwerten Bedingungen während großer Baustellen und Umleitungen, in Lindau schnell, umweltschonend und stadtverträglich ans Ziel zu kommen“, hält Thomas Gläßer mit Blick auf die täglichen Herausforderungen fest.

Telekommunikation Lindau auf positivem Weg

Das Jahresergebnis der Telekommunikation Lindau (TKLi) vor Verlustübernahme für das Geschäftsjahr 2016 beträgt T€ - 381und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr deutlich um T€ 7.344 verbessert. Die Ergebnisverbesserung resultiert zum einen aus dem Wegfall der außerplanmäßigen Abschreibung aus dem Vorjahr und deren entlastender Wirkung auf Zinsen und Abschreibung des laufenden Jahres, zum anderen aber aus einer Veränderung zu effizienteren Arbeitsstrukturen, einer deutlich steigenden Qualität im Kundenumgang und attraktiven Produkten. Gläßer ist zufrieden mit der Entwicklung der TKLi und ergänzt „Mehr und deutlich zufriedenere Kunden sind messbare Beweise für eine deutliche Verbesserung im operativen Geschäft, das logische Ergebnis aus konsequentem Vertrieb, Qualitätssteigerung, Kostensenkung und Angebotserweiterung, sowohl für unsere Privat- wie auch Geschäftskunden.“

„Wir stehen dafür, dass unsere Kundinnen und Kunden in Lindau und der Region die Basisleistungen Energie, Wasser, Mobilität und Telekommunikation zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis erhalten. Die Stadtwerke werden künftig noch stärker technische Möglichkeiten dazu nutzen, Menschen, Leistungen und Anlagen aktiv zu vernetzen“ blickt der Geschäftsführer in die Zukunft. Mit all den ambitionierten Vorhaben möchten die Stadtwerke ihren Teil zur Stadtentwicklung in Lindau beitragen: nachhaltig, digital, effizient und weiterhin auf hohem Niveau lebenswert. „Wir bauen auf unsere breite Kundenbasis und das große Vertrauen in die Stadtwerke als Unternehmen im Dienste aller Bürgerinnen und Bürger Lindaus sowie der Region und wir können uns auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen, von denen die Neuausrichtung eine große Veränderungsbereitschaft erfordert.“

Der Stadtwerke-Chef freut sich und ist dankbar dafür, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diesen Weg motiviert und konstruktiv mitgehen. „Danken möchte ich als Geschäftsführer auch unserer Eigentümerin, der Stadt Lindau, dem Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker und dem Aufsichtsrat der Stadtwerke für das Vertrauen und die konstruktive Unterstützung in unsere Entscheidungen und Strategien. Die schnelle und beherzte Entscheidung des Aufsichtsrates zur Neuausrichtung des Unternehmens im Jahr 2016 war der richtige Weg für unsere Stadtwerke und hat eine wichtige Voraussetzung für das deutlich bessere Ergebnis geschaffen“, schloss Thomas Gläßer.

Stadtwerke-Chef Thomas Gläßer ist stolz auf den mit seinem gesamten Team erreichten Erfolg (Foto: Christian Flemming)