Damit das Riesenrad sich drehen kann….

Vom 7. bis zum 10. November findet in diesem Jahr der traditionelle Lindauer Jahrmarkt statt. Weil die Arbeiten in und an der Inselhalle in vollem Gang sind und der Inselhallenparkplatz jetzt und auch künftig für den Rummel nicht mehr benutzt werden kann, musste die Stadt neue Plätze suchen und hat sie auch gefunden: Auf dem Bahnhofsplatz, am Seehafen und auf dem Reichsplatz sollen Autoscooter und Co. künftig die Jahrmarkt-Gäste vergnügen.

Während vieler Jahre Rummelplatz auf dem Inselhallenparkplatz wurde die Infrastruktur nach und nach für mehr und stromintensivere Fahrgeschäfte optimiert – jetzt gilt es, diese Infrastruktur an den künftigen Rummelplätzen neu zu errichten bzw. um zu legen. Die notwendigen Versorgungseinrichtungen reichen von ortsveränderlichen Festplatzverteilern mit integrierten Stromzählern über Anschlüsse für Frisch- und Abwasser bis hin zu Anschlüssen für die Wohn- und Kühlwagen der Schausteller. Von der Stadt Lindau haben die Stadtwerke den Auftrag zur Errichtung dieser Infrastruktur erhalten und nächste Woche starten die Arbeiten für Strom- und Wasserversorgung – damit ein Riesenrad sich dann auch drehen kann…

Kosten von insgesamt ca. 250.000,- €

Das vorhandene Stromnetz auf den neuen Plätzen reicht für die Versorgung eines Vergnügungsparkes bei weitem nicht aus, es müssen neue 0,4-kV-Anschlüsse gelegt werden, damit die größeren Fahrgeschäfte und Marktstände angeschlossen werden können. Eine neue Trafostation am Reichsplatz ist ebenso erforderlich wie diverse Bodensteckdosen zum Anschluss der Festplatzverteiler. Da die vorhandenen Verteilerkästen der Stadt Lindau alle auf dem Krämermarkt gebraucht werden, müssen fünfzehn neue Schaltschränke angeschafft werden. Die gesamte Maßnahme ist auch deshalb so kostenintensiv, weil hier auf Grund der exponierten Lage alle Versorgungseinrichtungen so ausgeführt werden müssen, dass diese nur an den Veranstaltungstagen zu sehen sind. Die Stadtwerke rechnen mit insgesamt ca. 250.000,- € Kosten für die gesamte Versorgungsmaßnahme.

Baubeginn am 03. September

Die Baumaßnahmen sollen am kommenden Donnerstag, 03. September an Bahnhofsplatz und Reichsplatz beginnen und voraussichtlich am 23. September am Seehafen fortgeführt werden. „Die betroffenen Hoteliers und Anwohner am Seehafen zeigten bei den ersten Gesprächen größtes Verständnis für die notwendigen Arbeiten“ lobt Roland Schäfler, Leiter Bau und Betrieb Strom im Bereich Netze und Anlagen bei den Stadtwerken. Mit den Anliegern wurde vereinbart, dass lärmintensive Arbeiten wie z.B. das Aufschneiden der Asphaltdecke, auf den späten Vormittag terminiert werden. Der Stadtbus kann während der Bauarbeiten am Reichsplatz seine gewohnte Strecke nicht befahren und fährt vom Hauptbahnhof aus über die Zwanzigerstraße zurück in Richtung ZUP. Ersatzhaltestellen für „Altes Rathaus“, „Stadttheater“ und „Maxhof“ sind wie üblich gegenüber der Inselhalle und bei der Spielbank.

Im Bereich Bahnhofsplatz müssen zwei neue Stromanschlüsse für den Betrieb von Karussellen und Verkaufsständen hergestellt werden.

Am Seehafen werden insgesamt 13 neue Strom-Versorgungsanschlüsse sowie mehrere Anschlussmöglichkeiten für Wasser und Abwasser geschaffen. Nur so kann man den immer strenger werdenden Hygienevorschriften gerecht werden.

Der Reichsplatz ist ebenfalls stark betroffen, hier werden vier neue Stromanschlüsse errichtet und ebenfalls eine Möglichkeit für die Entsorgung des Abwassers geschaffen. Im Zuge der gesamten Maßnahme muss die bestehende Trafostation aus dem „Alten Rathaus“ zum Reichsplatz versetzt werden um näher am Lastschwerpunkt Reichsplatz und Seehafen zu sein.

Damit der Rummel an den neuen Standorten stattfinden kann sind umfangreiche Bauarbeiten nötig.