Energie beherrscht das ganze Leben

Sie kümmern sich täglich um Energie: Strom, Gas und Wasser bestimmen das Leben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke. Und zwar nicht nur bei der Arbeit, sondern natürlich auch zu Hause.

Energieeffizienz und Umweltbewusstsein ist für die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbstverständlich, für andere eine echte Herausforderung: Die Frage „Wo geht noch was?“ beschäftigt vor allem die Tüftler unter der Stadtwerklern. Aber was genau tun die Energieexperten ganz privat, um Energie zu sparen und ihre Ökobilanz zu verbessern?

 

Umstellung auf LED

Roland Sommer, bei den Stadtwerken zuständig für Markt und Vertrieb hat auf der Insel ein Haus mit drei Wohnungen. Im Mai 2013 hat er für 650 EUR Investitionseinsatz die Beleuchtung im gesamten Haus auf LED umgestellt. LED ist heute die effizienteste Beleuchtung die es gibt. Über 80 % Stromersparnis zu herkömmlichen Glühlampen und die bis zu 20-fache Lebensdauer zu einer „Normalglühlampe“ versprechen die Hersteller. „Bereits nach kurzer Zeit rechnet sich die Investition“ berichtet Roland Sommer. Aber Vorsicht: Alle „Umsteller“ bei den Stadtwerken warnen vor Billig-LEDs und Schnellschüssen: Das Licht muss an seinem Einsatzort auch seinen Job richtig machen, also sollte man sorgfältig testen, was man in seine Lampen hineinschraubt. Der Kundenservice der Stadtwerke bietet dazu einen besonderen Service an: einen LED-Lampenkoffer zum Ausleihen. So kann man vorher in aller Ruhe testen, welche Lampen zu Hause die Richtigen sind.

 

Ein Twizy für die Fahrt zur Arbeit und nach Hause

Michael Naubert kümmert sich um den Fuhrpark der Stadtwerke. Privat nutzt er seit gut einem Jahr einen Twizy und fährt täglich von Tettnang nach Lindau zur Arbeit. Das „Quad mit Dach“ hat er sich für ca. 8.000 EUR angeschafft, das Akkuleasing schlägt im Monat mit 54 EUR zu Buche, ansonsten kostet der Unterhalt nahezu nichts: Elektroautos sind steuerbefreit und daheim zapft er Sonnenstrom. Echt bequem beim Twizy: Das Ladekabel kann an jede gewöhnliche Steckdose angeschlossen werden, nach zwei Stunden ist das Fahrzeug wieder aufgeladen und könnte 80 km fahren, bis es wieder geladen werden muss. 100 EUR im Monat spart sich Michael Naubert mit dem Twizy. Das Fahren ist allerdings schon gewöhnungsbedürftig: „Auf der Straße weiß noch kaum jemand was mit dem Gefährt anzufangen, und dass man tatsächlich 80 km/h fahren kann, damit rechnet niemand“. Auch bei Michael Naubert hat die Neugierde und die Lust am Ausprobieren neuer Technologien gewonnen. Sein Fazit: Der Twizy ist durchaus tauglich für den Stadtverkehr, richtig sicher fühlt er sich damit nicht: „Seine Fahrweise muss man schon auf eher defensiv umstellen“. Restlos überzeugen kann dagegen der Zoe, der als Dienstfahrzeug bei den Stadtwerken genutzt und derzeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getestet wird. Ein ganz normaler Stadtflitzer, superleise, wartungsfrei und kinderleicht in der Handhabung. Mit einer Kundenkarte für 11,90 EUR im Monat kann man sein Elektrofahrzeug an den Lindauer und Vorarlberger Ladestationen mit 100 % Ökostrom aufladen.

 

Gut für Umwelt und Gesundheit: Zur Arbeit laufen

In der Diskussion um erneuerbare Energien, den liberalisierten Strommarkt und Stromsparen ist ein wenig in Vergessenheit geraten, dass der Mensch seine Ökobilanz verbessern kann und CO2 erst gar nicht produziert, wenn er mit dem Fahrrad fährt, den Stadtbus benutzt oder ganz einfach zu Fuss geht. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke wählen eine dieser umweltfreundlichen Varianten für ihren täglichen Arbeitsweg. Eine davon ist Sonja Landerer, beschäftigt in der Abteilung Rechnungswesen. Tapfer bewaffnet Sie sich täglich mit ihren Stöcken und spurtet los, vom Herbergsweg in Richtung Auenstraße. „Ein großartiges Gefühl ist das, wenn man schon durchgelüftet bei der Arbeit ankommt. Man tut gleichzeitig der Umwelt und seiner Gesundheit etwas Gutes“. Recht hat sie: Wer in Lindau wohnt und arbeitet, der kann – der Umwelt und seiner Gesundheit zuliebe – öfter mal das Auto stehen lassen.

 

Wasser ist Leben

Georg Gewinner kümmert sich bei den Stadtwerken um den Bau und Betrieb des Wasser- und Gasleitungsnetzes und ist zudem zuständig für das Seewasserwerk in Nonnenhorn - der Ort, der Lindauern, Bodolzern, Wasserburgern, Nonnenhornern und Kressbronnern blitzsauberes Trinkwasser liefert. „Wasser ist Leben“ ist für ihn keine hohle Phrase. „Bei uns gibt es Wasser in Hülle und Fülle, woanders aber eben nicht, das darf man nie vergessen und sollte sorgsam mit dieser wertvollen Ressource umgehen“. Tropfende Wasserhähne und undichte Spülkästen verschwenden literweise Wasser: 10 bis 100 Liter Wasser zusätzlich kann beispielsweise eine undichte Toilettenspülung bedeuten. Schuld sind meist poröse oder verkalkte Dichtungen. Gewinner rät hier zur regelmäßigen Kontrolle und Wartung und wenn nötig auch mal zum Austausch veralteter Armaturen. Eine Regenwasserzisterne mit 2.000 Litern dient ihm daheim nicht nur zum Garten gießen. Zu seinem 50sten Geburtstag hat sich Georg Gewinner einen Kindheitstraum erfüllt: Mit einer Pumpe und einem Bachlauf durch den Garten läßt er das Wasser aus der Zisterne zirkulieren und plätschern.

 

Stecker ziehen!

Bei den Stadtwerken ist er Energieberater, daheim Überzeugungstäter: Hans-Peter Hasel setzt zu Hause beim Energiesparen auf Dokumentation und Kontrolle. Einen richtigen Sport mit ehrgeizigen Zielen hat er zu Hause aus dem Energiesparen gemacht – allein durch den bewussten und intelligenten Umgang mit Strom spart er richtig Energie und hat seinen Verbrauch nahezu halbiert. Und er will wissen, „was noch drin ist“. „Viele Menschen, zu denen wir als Energieberater kommen, wissen gar nicht, wie viele Geräte sie im Haus gleichzeitig und unnötigerweise am Netz haben“ weiß er aus Erfahrung. „Stecker ziehen“ wenn ein Gerät nicht mehr gebraucht wird, rät Hasel und holt sofort sein Messgerät heraus. Der Drucker im Büro ist den ganzen Tag einsatzbereit. Ohne einen einzigen Druckauftrag, allein, weil das Gerät angeschaltet ist, braucht er 8,5 Watt. Das läppert sich! Seinen Stromverbrauch zu Hause dokumentiert er akribisch: So behält er stets den Überblick und kann Abweichungen erklären: Die meisten „Ausschläge“ in seiner gleichförmigen Stromkurve gibt‘ s, wenn gewaschen wird: die Waschmaschine und vor allem der Trockner fressen richtig Strom.

  • Das Angebot einer Energieberatung können alle Kunden und potentiellen Kunden der Stadtwerke Lindau (B) GmbH & Co. KG in Anspruch nehmen. Die Erstberatung und eine telefonische Auskunft sind kostenfrei. Die Kosten für weitere Beratungstermine werden in Absprache mit dem Kunden nach Aufwand berechnet.
  • Wer daheim messen oder Lampen testen will, kann sich das Messgerät oder den Lampenkoffer bei den Stadtwerken ausleihen: Telefon Kundenservice 08382/704 263.
  • Tipps zum Energiesparen finden Sie unter der Rubrik Energieeffizienz auf der Homepage der Stadtwerke: www.sw-lindau.de

 

SWLi/manu

"Wasser ist (mein) Leben"