Energiesparend, umweltfreundlich und nachhaltig leben: „Energie ist unsere Leidenschaft“

Sie kümmern sich täglich um Energie: Strom, Gas und Wasser bestimmen das Leben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke. Zur Nachhaltigkeit gehört unbedingt dazu, dass Energie umweltfreundlich erzeugt und effizient eingesetzt wird. Beim Aufbau von Dienstleistungen rund um Energieberatung, Wärmecontracting oder Thermografie haben sich die Lindauer Stadtwerke mittlerweile ein Know-How erarbeitet, das sich sehen lassen kann: Immer wieder bestätigen zufriedene Kundinnen und Kunden, dass die Stadtwerke DER faire, verlässliche und kompetente Partner vor Ort sind, dem sie gerne ihr Vertrauen schenken. Energieeffizienz und Umweltbewusstsein ist für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbstverständlich, aber was genau tun die Energieexperten ganz privat, um Energie zu sparen, ihre Ökobilanz zu verbessern und einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten?

Der Energieberater hat auch Eier

Georg Zeh bietet bei den Stadtwerken Energieeffizienzdienstleistungen wie Energieberatungen und Thermografie an, radelt gerne umweltfreundlich von seinem Wohnort in Gestraz zu den Stadtwerken und ist in Sachen Energiesparen für die Kundinnen und Kunden der Stadtwerke stets auf dem aktuellsten Stand. Er betreut KWK- und EEG-Anlagen und das Nahwärmenetz der Stadtwerke, das unter anderem auch die Gebäude der GWG versorgt und ist kompetenter Ansprechpartner für private Einspeiser. Aber der Energieexperte hat auch noch eine ganz andere Leidenschaft: Die Kolleginnen und Kollegen der Stadtwerke beliefert er regelmäßig mit den Eiern seiner glücklichen Hühner. 25 Hennen und ein Hahn laufen auf dem Bauernhof des Nebenerwerbs-Öko-Landwirtes herum, täglich sammelt Zeh durchschnittlich 20 Eier ein, die bei den Stadtwerke-KollegInnen reißenden Absatz finden.

Sogar die Pferde werden von der Sonne im Zaun gehalten

Dirk Jochner und Michelle Billet produzieren umweltfreundlichen Sonnen-Strom auf dem Dach ihres Eigenheimes in Rehlings. Als das Paar 2003 in Rehlings baute war klar, dass auf das Dach eine Solaranlage kommt. 2011 war es so weit, eine Photovoltaik-Anlage mit 5 kWp und eine Warmwasser-Solaranlage mit 9qm² wurde montiert. Der Leiter der Abteilung Messstellenbetrieb und Messdienstleistung rät jedem, der über Solarnutzung nachdenkt, zu Strom- UND Warmwassererzeugung: „Da kann man am meisten sparen. Unsere Warmwasserröhren füllen den 400 Liter-Wasserspeicher, von April bis September können wir damit praktisch die Heizung abschalten. „Schöner als Sonnenstrom einspeisen ist aber selber verbrauchen“ sagt Michelle Billet, Mitarbeiterin der Abteilung Unternehmenssteuerung. Schließlich gibt es Haushaltsgeräte, die man heute ganz einfach so programmieren kann, dass sie dann arbeiten, wenn die Anlage am meisten Strom produziert. „Das macht Spaß, spart Geld und wir waschen, trocknen oder spülen dann mit Strom von der Sonne“. Zum Haus der Pferdenarren gehört noch ein großer Garten und eine Weidefläche für die beiden Pferde – selbstverständlich steht der Zaun unter Solarstrom und den Rasen mäht – was auch sonst – ein Mäh-Roboter mit Strom von der Sonne. Das nächste Energie-Projekt im Hause Jochner/Billet soll jetzt die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Lampen sein.

Gut für Umwelt und Gesundheit: Bei jedem Wetter zur Arbeit radeln

In der Diskussion um den liberalisierten Strommarkt, erneuerbare Energien und Stromsparen ist ein wenig in Vergessenheit geraten, dass der Mensch seine Ökobilanz verbessern kann und CO2 erst gar nicht produziert, wenn er mit dem Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmittel oder zu Fuss mobil ist. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke wählen eine dieser umweltfreundlichen Varianten für ihren täglichen Arbeitsweg. Claudia Marte, beschäftigt in der Abteilung Abrechnung, gehört dazu. Täglich und bei jedem Wetter schwingt sie sich auf ihr Fahrrad und radelt von Bodolz aus in die Auenstraße. „Das sind täglich 12 Kilometer und rund 2 kg Co2, die ich gar nicht erst produziere! Ich komme hellwach im Büro an, tue meiner Gesundheit und gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes“. Weil es für Claudia kein schlechtes Wetter sondern nur falsche Kleidung gibt, lebt sie seit fünf Jahren ganz ohne eigenes Auto.

Stecker ziehen!

Bei den Stadtwerken arbeitet er in der Abteilung technische Dokumentation und hat den Überblick darüber, welche Leitungen im Boden liegen, daheim ist er Überzeugungstäter: Andreas Lindenmüller setzt zu Hause beim Energiesparen auf Dokumentation und Kontrolle. Der Ausdauersportler hat auch aus dem Energiesparen zu Hause einen Sport mit ehrgeizigen Zielen gemacht – allein durch den bewussten und intelligenten Umgang mit Strom spart er richtig Energie. Und er will wissen, „wo noch was geht“. „Viele wissen gar nicht, wie viele Geräte sie im Haus gleichzeitig und unnötigerweise am Netz haben“ weiß er aus Erfahrung. „Einfach mal den Stecker ziehen“ wenn ein Gerät nicht mehr gebraucht wird, rät Lindenmüller. Seinen Stromverbrauch zu Hause dokumentiert er akribisch: So behält er stets den Überblick und kann Abweichungen erklären. Was ihn besonders freut ist, dass seine drei Kinder aus der Schule ebenfalls mit Tipps zum Energiesparen heimkommen und motiviert sind, die Möglichkeiten zu testen: „Da sind manche Schulen wirklich vorbildlich und leisten wertvolle Aufklärungsarbeit“.

Das Angebot einer Energieberatung können alle Kunden und potentiellen Kunden der Stadtwerke Lindau (B) GmbH & Co. KG in Anspruch nehmen. Die Erstberatung und eine telefonische Auskunft sind kostenfrei. Die Kosten für weitere Beratungstermine werden in Absprache mit dem Kunden nach Aufwand berechnet.

Wer daheim Strom messen oder sparsame Lampen testen will, kann sich ein Messgerät oder einen LED-Lampenkoffer bei den Stadtwerken ausleihen: Telefon Kundenservice 08382/704 263.

SWLi/manu

Stadtwerke-MitarbeiterInnen beschäftigen sich auch daheim mit Energie und Nachhaltigkeit