„Hüterin des Trinkwassers“ - Wasser ist Menschenrecht

Aufgrund der Schlagzeilen in den Medien über eine angebliche Bedrohung durch Arsen und Schwermetalle des Trinkwasserspeichers Bodensee haben die Stadtwerke sofort reagiert und versichern: „Unser Trinkwasser ist sauber!“

 „Unser Trinkwasser kann bedenkenlos getrunken werden! Der messbare Wert im Seewasserwerk Nonnenhorn entspricht dem natürlichen Arsengehalt im Bodenseewasser und ist überall im See gleich“. Der Bodensee ist mit 50 Milliarden Kubikmeter Wasser einer der größten Trinkwasserspeicher Europas und versorgt insgesamt ca. fünf Millionen Menschen mit Trinkwasser, jährlich sind das 170 bis 180 Millionen Kubikmeter.

Für Trinkwasser gelten strengste Grenzwerte

Für kein anderes Lebensmittel auf der Welt gibt es so viele und so strenge Grenzwerte, Vorschriften und Kontrollen wie für Trinkwasser. „Zu Recht“ sagen die Experten der Stadtwerke und betreiben im Seewasserwerk Nonnenhorn zusätzlich ein staatlich akkreditiertes Betriebslabor zur ständigen Kontrolle der Wasserqualität. Im Verteilungsgebiet stehen jährlich 2,9 bis 3,2 Millionen Kubikmeter reines Trinkwasser mit besten Messwerten zur Verfügung. Damit werden die etwa 40.000 Einwohnerinnen und Einwohner von Lindau, Bodolz, Wasserburg, Nonnenhorn und Kressbronn versorgt.

Wasser ist Menschenrecht

„Auf unser Wasser sind wir stolz und haben allesamt den Ehrgeiz, Trinkwasser in einwandfreier Qualität zu liefern. Wir verstehen uns als „Hüterin“ des Sees“, sagt Geschäftsführer Klaus Steiner. „Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich beim Europäischen Bürgerbegehren „Wasser ist Menschenrecht“ gegen die Privatisierung des Wassers engagiert. Außerdem sind wir als Stadtwerke seit Jahren in verschiedenen Verbänden (unter anderem in der Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein) gegen Fracking aktiv. Alles, was unser Trinkwasser und seine einwandfreie Qualität angeht, wird von uns mit Argusaugen beobachtet, da sind wir hochsensibel“.

Offizielle Grenzwerte werden deutlich unterschritten

Der offizielle Grenzwert der Trinkwasserverordnung bei Arsen liegt bei 10 Mikrogramm pro Liter. Im Trinkwasser, das nach der Aufbereitung an die Bürgerinnen und Bürger verteilt wird, liegen die Werte bei 0,6 bis 0,8 Mikrogramm pro Liter, also um den Faktor 12 – 16 unterhalb der Grenzwerte.

Selbstverständlich wäre es auch den Stadtwerken das Liebste gewesen, wenn bereits vor vielen Jahren das Gelände saniert worden wäre. „Allerdings sind wir in dieser Sache Macher, nicht die Entscheider“ fasst Klaus Steiner zusammen.

Wenn die Lindauer und ihre Nachbarn den Wasserhahn aufdrehen, dann können Sie auch in Zukunft sicher sein: Unser Trinkwasser ist sauber und kann bedenkenlos getrunken werden.

WV/Manu, Bürgerzeitung Lindau, 14. Juni 2014

Rupert Sutter im Labor des Seewasserwerkes