„Solange der Strom aus der Steckdose kommt,

sind Herkunft und Störungen doch egal!“ – Nein, so sah die 8. Klasse der Knabenrealschule das nicht und wollte alles ganz genau wissen. Roland Schäfler, Leiter Ausführung und Planung im Stromnetz führte die Jugendlichen auf dem Werkgelände der Stadtwerke auf den Spuren des Lindauer Stromes.

Zur möglichst verlustarmen Übertragung der elektrischen Energie vom Kraftwerk zum Verbraucher wird die elektrische Energie über mehrere Spannungsebenen transportiert. Im Umspannwerk erfolgt die Transformation der elektrischen Energie zwischen den Spannungsebenen.  Die technischen Einrichtungen (Leistungstransformatoren, Sammelschienen etc.) sowie die Leitungen sind in der Regel redundant, also doppelt,  ausgelegt, so dass bei Ausfall eines Betriebsmittels die Versorgung weiterhin gewährleistet ist. Die Stadtwerke beziehen den Strom von Vorarlberger Wasserkraftwerken, das heißt, die Lindauer Stadtwerke geben 100 % Ökostrom an ihre Kundinnen und Kunden weiter. Mit zwei Diesel-Notstromaggregaten werden im Frühjahr und im Herbst die Spitzenlasten abgedeckt, damit die Stadtwerke nicht zusätzlich teuren Strom einkaufen müssen. Nach der Besichtigung des Schalthauses erklärte Berthold Geiger, Leiter der Netzleitstelle, den Schülern, wie eine Störung auf den Bildschirmen aussieht und wie das gesamte Netz der Stadtwerke in der Leitstelle überwacht wird. Abschluss der Führung bildete der Besuch der Station auf dem Werkgelände. Von dort aus erfolgt die Versorgung des Werkgeländes der Stadtwerke und des Straßenbeleuchtungssystems der Stadt. Die Straßenbeleuchtung schaltet sich automatisch nach Helligkeit ein. Um Energie zu sparen wird die Beleuchtung zwischen 01:00 und 05:15 Uhr abgeschaltet.

„Wo der Strom herkommt“ – Führung auf dem Werkgelände der Stadtwerke