Stadtwerke verlegen Versorgungsleitungen bei der Inselhalle und stellen die Versorgung der Insulaner sicher

Im Rahmen des Inselhallenerweiterungsbaus sind derzeit auch die Lindauer Stadtwerke aktiv: es gilt, ca. zwei Kilometer Versorgungsleitungen zu verlegen und zu sichern. Am 18. März fiel für die Stadtwerke und ihre Vertragsfirmen der Startschuss, noch vor Pfingsten soll das Projekt beendet sein.

In unmittelbarer Nähe zur Inselhalle befindet sich die wichtigste Mittelspannungs-Schaltstation der Inselstadt. Hier wird der Strom vom Festland kommend auf die 10-kV-Inselkabel verteilt. Von der Erweiterung der Inselhalle sind vier von sechs 10.000-Volt-Verbindungskabel zum Umspannwerk der Stadtwerke in der Auenstraße betroffen. Ohne diese Kabel ist die Stromversorgung der Lindauer Insel nicht zu gewährleisten.

Neue Trasse entlang der Stadtmauer

Für eine Umlegung im Bereich der bestehenden Trasse zwischen Inselhalle und Kleinem See fehlte aufgrund der Erweiterung der Inselhalle und dem Baum-Restbestand der benötigte Ausweichplatz. Deshalb müssen die Stadtwerke eine komplett neue Trasse entlang der Zwanzigerstraße herstellen. Da die Baugrube der Inselhallenerweiterung bis unmittelbar an die Fahrbahn der Zwanzigerstraße reichen wird, muss die neue Trasse auf der Südseite der Zwanzigerstraße, entlang der Stadtmauer, gegraben werden. Ebenfalls werden durch diese Baugrube zwischen der bestehenden Inselhalle und der Zwanzigerstraße drei 10-kV- und drei 0,4-kV-Altstadtkabel durchtrennt und müssen auf der anderen Straßenseite neu verlegt werden. Größte Herausforderung bei der Herstellung dieser neuen Trasse war die Querung der Zwanzigerstraße und dabei insbesondere die ca. drei Meter tiefe Unterquerung des gemauerten Regenwasserkanals in der stadtauswärts führenden Fahrspur. Eine Überquerung des Kanals war aufgrund der Abmessungen der neuen Leitungstrasse und den vorgeschriebenen Mindestabständen und Verlege-Tiefen nicht möglich.

Die Leitungen kreuzen die Zwanziger Straße zweimal

Das zu verlegende Leerrohrpaket, in welches anschließend die Kabel der Stromversorgung, der Straßenbeleuchtung und die Datenleitungen der TKLi eingezogen werden, hat eine Breite von 200 und eine Höhe von 35 Zentimetern. Mitverlegt werden müssen außerdem noch eine Wasser- und eine Gasleitung in Schutzrohren von jeweils 30 Zentimetern Außendurchmesser und ein Druckkanalrohr von 10 Zentimetern. Um auch später Reparaturarbeiten an den Leitungen durchführen zu können, müssen seitliche Abstände zwischen den Rohren eingehalten werden. All diese Maße und Vorgaben summieren sich am Ende zu einer Gesamtbreite der Trasse von 3,5 Metern. Um die neuen Kabel mit dem alten Bestand am Kleinen See zu verbinden, muss die Zwanzigerstraße unterhalb des „Parktheaters“ ein zweites Mal gekreuzt werden. Auch hierbei ist wieder der Kanal zu unterqueren.

Umleitungen des Verkehrs

Während der Tiefbauarbeiten in und an der Zwanzigerstraße ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Mitte Mai, also noch vor Pfingsten, soll die Baumaßnahme der Stadtwerke abgeschlossen sein. manu/Fotos: SWLi

Noch vor Pfingsten soll die Baumaßnahme der Stadtwerke abgeschlossen sein.