Fit für die Zukunft: Der Hochbehälter Streitelsfingen

Im Rahmen der regelmäßigen Investitionen in die Wasserversorgung steht bei den Stadtwerken Lindau in diesem Jahr die Sanierung des Hochbehälters Streitelsfingen auf dem Plan. „Investitionen in unsere Trinkwasserversorgung sind notwendig und für uns selbstverständlich, um die gleichbleibende hohe Qualität unseres wichtigsten Lebensmittels zu garantieren“ erläutert Tobias Ederer, Leiter des Bereiches Netze und Anlagen bei den Stadtwerken Lindau und Projektleiter der Maßnahme.

„Der Hochbehälter Streitelsfingen wurde im Jahr 1969 gebaut und bestand aus einer L-förmigen Wasserkammer mit einem Volumen von 500 Kubikmeter. Die Kosten der Sanierung haben wir mit insgesamt 400.000 Euro angesetzt und sind voll im Plan, so Bauingenieur Tobias Ederer weiter. Er freut sich über den reibungslosen Verlauf der Bauarbeiten und darüber, dass Zeit- und Kostenplan perfekt eingehalten werden. „Zwischen „Nikolaus und Christkind“ wird die Maßnahme abgeschlossen sein“. Die Stadtwerke Lindau betreiben insgesamt fünf Hochbehälter im Versorgungsgebiet: Hoyerberg, Reutin, Diepoldsberg, Antoniusberg und eben Streitelsfingen. Jährlich stehen im Verteilungsgebiet Lindau, Bodolz, Wasserburg, Nonnenhorn und Kressbronn zwischen 2,9 bis 3,2 Millionen Kubikmeter reines Trinkwasser mit besten Messwerten zur Verfügung – rund 40.000, in den Sommermonaten sogar bis zu 80.000 Kundinnen und Kunden werden darüber zuverlässig versorgt. Die Hochbehälter stehen dabei jeweils auf Anhöhen: Der Grund: Das herunterfließende Wasser erzeugt so einen Wasserdruck im Leitungsnetz. Auf diese Weise gelangt das Trinkwasser über das Rohrverteilnetz mit konstantem Druck in die tiefer gelegenen Haushalte. In den großen Wasserhältern wird dabei stets eine ausreichende Wassermenge gespeichert. So können Bedarfsspitzen ausgeglichen werden und es ist garantiert, dass stets genug Wasser für alle Kundinnen und Kunden zur Verfügung steht.

Immer kühl und superfrisch

Für die Wasserversorgung der Menschen in Motzach und Oberreutin ist der Hochbehälter Streitelsfingen das Herzstück. Von dort aus wird das sorgfältigst im Seewasserwerk in Nonnenhorn aufbereitete Wasser an die Kundinnen und Kunden verteilt. Nach der Sanierung des Hochbehälters Hoyerberg im Jahr 2012 stand in diesem Jahr der Wasserhochbehälter Streitelsfingen an. Zwei alte Kammern, die schon längst nicht mehr in Betrieb sind, wurden in diesem Zuge abgerissen. Gestartet wurde im Frühsommer während des laufenden Betriebes mit der Dachsanierung und der Außenisolierung, im zweiten Bauabschnitt standen – ebenfalls während des laufenden Betriebes – Verkleidungen, Fassaden und die Elektro-Installation auf der Agenda. Anders als bei einem Wohnhaus sorgt die Dämmung bei einem Hochbehälter nicht dafür, dass es drinnen schön warm bleibt, sondern dass die Innentemperatur stets bei rund 10 Grad liegt. „So können wir garantieren, dass unser in Nonnenhorn mit höchsten Qualitätsmaßstäben aufbereitetes, wichtigstes Lebensmittel auch immer kühl und superfrisch beim Kunden ankommt“ erklärt Tobias Ederer.

Dritter Bauabschnitt

Seit Ende September laufen die Arbeiten des dritten Teils der Sanierung: die Beschichtung des Innenbehälters und die Erneuerung der kompletten Rohrinstallation und Innenausstattung. Für diesen letzten Bauabschnitt wurde die Anlage vom Netz genommen und die Versorgung erfolgt seitdem ganz über die Wasserversorgung Handwerks. Im Normalbetrieb wird der Behälter Streitelsfingen mit einer Mischung aus ca. 3/4 Bodenseewasser und einem Viertel Grundwasser von Handwerks gespeist, vorübergehend werden die Kundinnen und Kunden also derzeit mit dem etwas härteren Grundwasser versorgt.

Spezialwissen ist unbedingt notwendig

„Froh und stolz“ ist Thomas Gläßer, Geschäftsführer der Stadtwerke Lindau, dass die Arbeiten vorwiegend an Bau- und Spezialfirmen in der Region vergeben werden konnten. Denn Spezialwissen ist bei solchen Anlagen unbedingt notwendig. Nach dieser Sanierung ist unser Hochbehälter dann fit für die nächsten Jahrzehnte und erfüllt alle Anforderungen an eine moderne und technisch topaktuelle Infrastruktur“, so Thomas Gläßer.

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Der freigelegte Hochbehälter während der ersten Bauphase (Foto: Christian Flemming)