Unterreitnau ist im digitalen Zeitalter angekommen - ein weiterer „weißer Fleck“ verschwindet

Im November 2017 starteten die Arbeiten für das Unterreitnauer Glasfasernetz – jetzt sind die Bürgerinnen und Bürger in Unterreitnau perfekt vernetzt. Die letzten Gebäude gingen am 05. September 2018 ans Glasfasernetz der Telekommunikation Lindau. Mit dem Verlauf der Arbeiten sind die Verantwortlichen der Stadtwerke Lindau als Gesellschafter des lokalen Telekommunikationsunternehmens mehr als zufrieden. „Für uns war das ein Muster- und Vorzeigeprojekt“ freut sich Geschäftsführer Thomas Gläßer, „als Anbieter vor Ort konnten wir schnell und unbürokratisch agieren und es hat sich immer wieder herausgestellt, dass das ein echter Vorteil ist“. Und Axel Meier, Leiter Vertrieb und Technik der Telekommunikation Lindau, ergänzt: „Wir freuen uns, dass ein weiterer „weißer Fleck“ in Lindaus digitaler Infrastruktur verschwunden ist und dass Unterreitnau jetzt schneller, besser und smarter vernetzt ist“.

Lindaus Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker freut sich, dass es mit Unterreitnau so schnell geklappt hat: „Dies stimmt mich zuversichtlich, dass wir das auch noch in den restlichen schwach versorgten Ecken des Stadtgebiets verbessert bekommen“. Der Finanzausschuss hat zwar bereits im Frühjahr 2016 den Breitbandausbau in Unterreitnau beschlossen, der Weg dorthin und die Zusage der Fördergelder waren dann aber doch noch eine echte Herausforderung: Damit die Gelder des Freistaates flossen (ca. 160.000 EUR, die Stadt Lindau trägt 70.000 EUR) musste von der Kommune der Nachweis erbracht werden, dass kein Anbieter schnelles Internet anbietet. „Die Hartnäckigkeit hat sich gelohnt“ freut sich Thomas Gläßer, über 200 Haushalte in Unterreitnau, Rickatshofen, Eggatsweiler, Hörbolz, Hörbolzmühle, Bechtersweiler, Dürren und Rengersweiler sind jetzt mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Netz unterwegs: „Das ist innovativ und ein großartiges Standortargument. Unser Team war natürlich hochmotiviert und konnte den Heimvorteil und die langjährige Erfahrung im Netzausbau optimal einbringen“. Vier Verteilpunkte, im Fachjargon „KVZ (Kabelverzweiger)“ genannt, stehen in Unterreitnau, in Dürren, in Bechtersweiler und in Rickatshofen, es wurden insgesamt ca. 3,3 km Tiefbaugräben ausgehoben und knapp 8.000 Meter Glasfaserleitung eingezogen. Mehr als 20 Gebäude wurden im Rahmen der Bauarbeiten direkt ans Glasfasernetz der Telekommunikation Lindau angebunden, womit sie zukunftssicher auch für höhere Surfgeschwindigkeiten gerüstet sind.

„Das Projekt liegt absolut im Zeit- und Kostenrahmen“ berichtet Lars Retzlaff, kaufmännischer Leiter der Telekommunikation Lindau, und ist voll des Lobes und Dankes an die Bürgerinnen und Bürger: „Gestattungen wurden uns großzügig erteilt und das Verständnis für die Bauarbeiten war enorm. Die meisten Anwohner haben uns mit offenen Armen willkommen geheißen und sind jetzt glückliche und zufriedene Kunden der Telekommunikation Lindau.

So wie Artur Städele aus Rickatshofen. „Zwischen dem, was vorher war, und dem, was jetzt ist, da liegen Welten. Früher vergingen Ewigkeiten, bis sich beim Surfen im Internet nur mal ein Bild aufgebaut hatte!“ erinnert sich der Familienvater mit Schrecken an die „Vor-Glasfaserzeit“. „Neuanschlüsse waren in Rickatshofen gar nicht mehr möglich, weil die Kapazität nicht ausgereicht hat!“ schüttelt Artur Städele noch heute den Kopf über das ehemalige, digitale Niemandsland, „wir waren quasi von der Außenwelt abgeschnitten. Unsere Kinder sind 12 und 15 Jahre alt – den Jammer können Sie sich unschwer vorstellen! Schnelles Internet gehört doch heute einfach zum Leben dazu.“ Von der Lindauer Telekommunikation Lindau kann Städele nur Positives berichten. Alles hat geklappt wie versprochen, ihm wurde sogar beim Anbieterwechsel geholfen und günstiger sei es auch noch. Und „Die Kinder sind begeistert!“