Weltwassertag 2019 am 22. März unter dem Motto „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“

Um das Bewusstsein der Menschen für das Wasser als unsere Lebensgrundlage zu schärfen, wird am 22. März jährlich der Weltwassertag begangen. Dieses Jahr steht er unter dem Motto „Leaving no one behind – water and sanitation for all“ – „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“. Mit diesem Themenschwerpunkt wollen die Vereinten Nationen das Bewusstsein für die Wichtigkeit funktionierender Ökosysteme – unter anderem für unsere Trinkwasserversorgung – ins Bewusstsein rücken.

„Wasser ist unser Lebensmittel Nummer 1“, erklärt Tobias Ederer, Leiter des Bereiches Netze und Anlagen Gas/Wasser von den Stadtwerken Lindau. „Zum Glück haben wir mit dem Bodensee als dem größten Trinkwasserspeicher Europas reichlich davon direkt vor unserer Tür und das in bester Qualität. Leider ist dies für viele Menschen auf der Welt noch immer nicht Realität“, so Tobias Ederer. Spätestens wer aus dem Urlaub zurückkommt und dort sein Wasser abkochen oder anderweitig „entkeimen“ musste, freut sich bei seiner Rückkehr über absolut sauberes und gebirgsbachklares Wasser aus dem Wasserhahn.

Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung und -aufbereitung sind zudem notwendige Voraussetzungen für Entwicklung und Wohlstand. Die hohen Standards beim Trink- und Abwasser, wie wir sie aus Deutschland kennen, sind keine Selbstverständlichkeit. „Die wichtigsten Voraussetzungen für die hohe Qualität des Trinkwassers hierzulande ist der Schutz der natürlichen Ressourcen sowie eine sorgfältige Aufbereitung“, erklärt Georg Gewinner, bei den Stadtwerken Lindau zuständig als Leiter Bau und Betrieb für den Bereich Wasser. „In unserem Seewasserwerk in Nonnenhorn wird das Wasser aus 60 Metern Tiefe hochgepumpt, dann gefiltert und mit größter Sorgfalt ganz ohne Chemie aufbereitet“, so Georg Gewinner.

Im Verteilungsgebiet der Lindauer Stadtwerke stehen jährlich so 2,9 bis 3,2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser mit bester Qualität zur Verfügung. Damit werden die rund 40.000 Einwohnerinnen und Einwohner von Lindau, Bodolz, Wasserburg, Nonnenhorn und Kressbronn versorgt. In den Sommermonaten beliefern die Stadtwerke sogar bis zu 80.000 Wasserkunden.

Damit gutes Wasser gutes Wasser bleibt

„Damit die hochwertige Qualität bleibt, müssen wir unsere Wasserressourcen besser schützen. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, sagt Tobias Ederer anlässlich des Weltwassertages. Er freut sich daher über die Aktion des Wasserwirtschaftsamts Kempten, welches in Zusammenarbeit mit den staatlichen Schulämtern der Landkreise Oberallgäu, Lindau und der Stadt Kempten ein Schülerwettbewerb zur kreativen Gestaltung des nichtamtlichen Hinweiszeichens „Wasserschutzgebiet“ ausgelobt hat. Fünf Klassenarbeiten werden prämiert – eine davon stammt von der Lindauer Grundschule Zech. Anlässlich des Weltwassertags werden die fünf Arbeiten im Bereich des Freigeländes an der Seemeisterstelle erstmalig vorgestellt und aufgestellt.

„Aber auch wir als Verbraucherinnen und Verbraucher können unseren Teil dazu beitragen, um die Trinkwasserressourcen zu schützen. Angefangen damit, keinesfalls abgelaufene Medikamente in die Toilette oder in den Ausguss zu geben“, betont Ederer. Ebenso gehören Reste von Lösungsmittel, Pflanzenschutzmittel, Fotochemikalien, Kosmetika, Holzschutzmitteln sowie Batterien, Farben und Lacke in den Sondermüll.