Umleitung der Linie 4 zwischen Rehlings/Weißensberg und Anheggerstraße (ZUP) ab Montag, 07.09.2026 bis vsl. 13.11.2026
Aufgrund von Straßenbaumaßnahmen und einer Straßensperrung im Motzacher Weg muss die Linie 4 ab Montag, 07.09.2026 bis voraussichtlich Freitag, 13.11.2026, zusätzlich zu den bereits bestehenden Umleitungen der Linie 4, nun auch in Richtung Anheggerstraße (ZUP) umgeleitet werden. Der Stadtbus fährt nach der Haltestelle „Gitzenweiler Hof“ nicht zur Haltestelle „Lindenstraße“, sondern über die B12 und die Kemptener Straße bis zur Ersatzhaltestelle an der Regionalbushaltestelle „Hammer“ vor dem Myos-Gebäude. Von dort geht es weiter zur Haltestelle „Rennerle“ und danach den üblichen Linienweg bis zum ZUP. Die Haltestellen „Lindenstraße“, „Motzacher Wald“, „Motzach“, „Inselbrauerei“, „Rotmoosstraße“ und „Köchlin“ können in diesem Zeitraum nicht bedient werden und entfallen.
Das Stadtbusteam bittet um Verständnis und wünscht eine gute Fahrt!
Umleitung der Linie 4 zwischen Anheggerstraße (ZUP) und Rehlings/Weißensberg ab Montag, 31.08.2026 bis vsl. Ende Oktober 2026
Aufgrund von Straßenbaumaßnahmen und einer Straßensperrung in Niederhaus muss die Linie 4 ab Montag, 31.08.2026 bis voraussichtlich Ende Oktober 2026 in Richtung Rehlings/Weißensberg umgeleitet werden. Der Stadtbus fährt am Kreisverkehr Schönbühl nicht nach Niederhaus, sondern über die B12 bis zur Abfahrt Rehlings/Weißensberg und dort zur Ersatzhaltestelle Rehlings/Weißensberg. Die Ersatzhaltestelle wird in der Kirchstraße an der ehemaligen Regionalbushaltestelle / Parkbucht auf der rechten Seite vor der Unterführung aufgestellt. Die Haltestellen „Schönbühl“ und „Niederhaus“ können in diesem Zeitraum nicht bedient werden und entfallen.
Das Stadtbusteam bittet um Verständnis und wünscht eine gute Fahrt!
Kurzfristige Umleitung der Linie 3 zwischen Anheggerstraße (ZUP) und Unterreitnau ab Montag, 24.08.2026
Aufgrund von Straßenbaumaßnahmen und einer Straßensperrung in der Tobelstraße muss die Linie 3 ab Montag, 24.08.2026 in Richtung Unterreitnau und zurück zum ZUP umgeleitet werden. Der Stadtbus fährt ab Anheggerstraße (ZUP) über Aeschach direkt nach Hoyren und von dort den regulären Linienweg nach Unterreitnau. Auf dem Rückweg zur Anheggerstraße (ZUP) fährt die Linie 3 ab Hoyren ebenfalls auf die Friedrichshafener Straße über Aeschach bis ZUP. Die Umleitung erfolgt von Montag bis Freitag zwischen 7.40 Uhr (Fahrt ab ZUP) bis 16.10 Uhr (Fahrt ab ZUP). Am Wochenende ruht die Baustelle und die Linie 3 verkehrt planmäßig. Während der Sperrzeiten können die Haltestellen „Christuskirche“, „Schloß Moos“, „Gstäudweg“, „Heimesreutin“ und „Hochbuch“ beidseitig nicht bedient werden und entfallen.
Das Stadtbusteam bittet um Verständnis und wünscht eine gute Fahrt!
Umleitung der Linie 1 ab Montag, 07.09.2026 bis vsl. Ende Dezember 2026
Der Stadtbus der Linie 1 fährt auf dem Weg von und nach Oberhochsteg ab Montag, 07.09.2026 mit Betriebsbeginn bis voraussichtlich Ende Dezember 2026 aufgrund einer Straßensperrung in der Steigstraße eine Umleitung. Auf dem Weg nach Oberhochsteg verkehrt die Linie 1 ab der Haltestelle „Reutin-Bahnhof“ über Kemptener Straße und Köchlinstraße bis zur Schulstraße, bedient hier die Haltestellen „Reutin Schule“ und „Wiedemannstraße“ und von dort weiter über die Rickenbacher Straße bis zur Haltestelle „Oberhochsteg“. Hier entfallen die Haltestellen „Buttlerhügel“, „Lugeck“, „Wannental“ und „Nobelstraße“. Auf dem Rückweg zur Anheggerstraße (ZUP) muss der Stadtbus ebenfalls auf der Rickenbacher Straße bleiben, bedient auf Höhe Kiosk Meister die Ersatzhaltestelle für „Wiedemannstraße“ und „Schulstraße“ und fährt ab der Haltestelle „Buttlerhügel“ regulär bis zum Zentralen Umsteigepunkt. Auch hier entfallen Haltestellen, „Lugeck“, „Schule Reutin“ und „Wiedemannstraße“ können nicht angefahren werden.
Durch die Sperrung der Steigstraße kann es zu Verspätungen auf allen Stadtbuslinien kommen, wir bitten dies in Ihrer Planung zu berücksichtigen.
Tariferhöhung zum 01.08.26 beim Stadtbus Lindau
Um durchschnittlich 3,9 Prozent steigen die Preise für Fahrscheine des bodo-Tarifs zum 1. August – und damit weniger stark als im Vorjahr.
Was bedeutet die Preiserhöhung konkret? Praktisch alle Tickets des bodo-Tarifs, ausgenommen die bodo-Zusatzoptionen zum Deutschlandticket, werden etwas teurer. Beispielsweise kostet der Einzelfahrschein für Erwachsene innerhalb von Lindau künftig 3,10 statt bisher 3,00 Euro. Der Preis für eine Gruppentageskarte in Lindau steigt von 14.20 auf 14.70 Euro.
Ebenfalls ab 1. August gibt es folgende Änderungen im Lindauer Tarif: Die 8-Tage-Karte wird zur Wochenkarte und hat eine Gültigkeit für die jeweilige Kalenderwoche, also von Montag bis Sonntag. Die Tarifprodukte Monatskarte 2 Partner, Abo-Karte 2 Partner, Jobticket und Zone Bregenz werden abgeschafft. Zudem entfällt die Rabattierung für die EC-Zahlung.
Für Fahrgäste, die sich nicht auf ein Abo festlegen möchten, schafft der Verkehrsverbund jetzt ein ähnlich günstiges, regionales Angebot: „Bei der bodo-eCard wird zum 1. August einen Preisdeckel eingeführt. Das bedeutet: Egal, wie viel man innerhalb des bodo-Gebiets fährt: Teurer als 72 Euro wird es pro Monat und pro eCard nicht. Damit mache man den öffentlichen Nahverkehr auch für Gelegenheitsnutzer noch flexibler nutzbar und besser kalkulierbar. Das Preisniveau ist zudem bereits ab der ersten Fahrt sehr niedrig. Denn wer mit der eCard fährt, bekommt den Digitaltarif berechnet, der gegenüber dem Barverkauf um 30 Prozent günstiger ist.
Die ab 1. August gültigen und vollständigen Tarifbestimmungen finden sich ab dem Tag des Inkrafttretens auf www.bodo.de sowie www.sw-lindau.de. Für alle Informationen zu Tarifen sowie rund um die eCard sind die Kolleginnen im Stadtbusbüro am Zentralen Umsteigepunkt persönlich oder unter Telefon 08382-704-242 für Sie da.
„Für jemand, der Menschen mag, das Größte“
Am 22.Oktober 1994 startete das Lindauer Stadtbussystem als „Oktoberrevolution“ – heute hagelt es wegen der mangelnden Pünktlichkeit vielfach Kritik. Hat der Stadtbus die Kurve nicht gekriegt, wurde er totgespart oder schlecht geredet? Ein Gespräch mit René Pietsch und Gebhard Lindhorst über Hintergründe, Wünsche, Testphasen und Motivation.
Der Stadtbus startete als leuchtender Stern vor 28 Jahren. Ist der Lack ab oder was ist passiert?
René Pietsch: Bei allem Verständnis für berechtigte Kritik, Fakt bleibt: Welche Stadt in unserer Größenordnung leistet sich ein solches ÖPNV-Angebot und der Mut aller Beteiligten damals, diesen Weg zu gehen, war richtig, weitsichtig und eine geniale Entscheidung. Die Stadt hat sich – gerade innerhalb der vergangenen zehn Jahre – mächtig verändert, ich denke nur an jahrelange Baustellen, die Inbetriebnahme des Reutiner Bahnhofs und die dramatisch gestiegene Verkehrsbelastung auf Lindaus Straßen. Damit sind regelmäßig Behinderungen der Stadtbusse verbunden, die wir künftig dringend beeinflussen und im besten Fall vermeiden müssen.
Nicht immer konnte das System in der erforderlichen Weise angepasst und optimiert werden, politische Mehrheiten haben sich verändert, das Budget ist begrenzt und der Versuch, möglichst viele Wünsche zu erfüllen, brachte das System irgendwann an seine Grenzen. Und unsere dankbaren und treuen KundInnen der ersten Stunde, nämlich die, die Lindau noch ohne die türkise Flotte kennen und die einfach nur glücklich waren und „ihren“ Stadtbus schätzten, werden weniger. Die Anspruchshaltung und die Bereitschaft, auf die „Öffis“ zu schimpfen ist im Gegensatz dazu stetig angestiegen.
Das klingt frustriert…
René Pietsch: Nein. Unser Team hat den Anspruch, den Stadtbus wieder auf Vordermann zu bringen. Ich bin mein Berufsleben lang und an unterschiedlichen Orten Verkehrsmensch und weiß, dass die Probleme sich überall sehr ähneln. Und dass Menschen entsetzt aufschreien, wenn sich was ändert, auch das ist nur allzu menschlich. Tatsache ist aber halt, dass Veränderung zur Weiterentwicklung dazu gehört, und dass wir nichts verbessern können, wenn wir darauf bestehen, dass alles so bleiben muss wie vor 28 Jahren. Wenn wir dem Klimawandel etwas entgegensetzen wollen, dann wird sich das Mobilitätsverhalten grundlegend ändern müssen. Und dazu kann der ÖPNV entscheidend beitragen. Ob nun umgestiegen wird, weil´s günstig ist oder ob diese Entscheidung rein vom Angebot abhängt, das wird gerade sowohl deutschlandweit, Stichwort Neun-Euro-Monatskarte, als auch bei uns in Lindau, Stichwort Ein-Euro-Ticket und Testphase für das Optimierungskonzept, quasi „am offenen Herzen“ ausgelotet.
Sie sprechen von „heiligen Kühen“ wie beispielsweise dem Rendez-Vous-System oder dem ZUP-Standort?
René Pietsch: Auch. Damit wir wieder besser werden können, müssen wir was tun. Ein „weiter so“ geht halt nicht und – so schade das ist – man kann´s auch nicht allen recht machen. Die Optimierungs-Testphase mit Streckenkürzungen hat ja im Vorfeld auch hohe Wellen geschlagen. Zurecht ein Stück weit. Der Bus muss zu den Menschen kommen, damit er angenommen wird. Nicht umgekehrt. Darum fährt der Bus ja zum Beispiel auch durch den Inselkern. Aber nur mit Ausprobieren im Echtbetrieb können wir kluge Entscheidungen für die Zukunft treffen und unser System fit für die Zukunft machen.
Wenn Sie sich was wünschen dürften, was wäre das?
René Pietsch: Als erstes würde ich mir ganz viele Bewerbungen von BusfahrerInnen wünschen. Da sind wir echt am Anschlag. Und als zweites würde ich mir ein wenig von dem „Spirit“ zurückwünschen, den es früher gab und den ich nur aus Erzählungen meiner älteren KollegInnen kenne. Dass über gemeinsame, konstruktive und kreative Vorschläge gute Ergebnisse erzielt werden und dass wir ein bisschen von der Haltung „Wir schaffen das“ zurückerobern können. Dass es wieder „unser Stadtbus“ wird, den unsere BusfahrerInnen voller Stolz durch die Stadt fahren. Um den Stadtbus fit für die Verkehrswende zu machen braucht es neben einem klugen Konzept aber vor allem zusätzliche Finanzmittel. Das können die Kommunen, das kann auch die Stadt Lindau nicht alleine stemmen. Deshalb müssen Bund und Land die finanziellen Voraussetzungen für den künftigen ÖPNV schaffen. Der Green-Deal muss nicht nur gewollt, sondern auch finanziert werden.
Sie brauchen BusfahrerInnen?
René Pietsch: Ja. Ganz dringend. Ohne FahrerInnen kein Stadtverkehr. Das ist ein Knochenjob und die Damen und Herren brauchen oft Nerven wie Drahtseile, das kann aber auch richtig Spaß machen und erfüllend sein.
Herr Lindhorst, Sie sind nicht nur Fahrmeister sondern wann immer es geht auch Busfahrer. Immer noch aus Leidenschaft und Überzeugung?
Gebhard Lindhorst: Unbedingt! Für mich und die meisten meiner KollegInnen ist das das Größte! Wir sind die Könige der Straße und haben 286 PS unter´m Hintern! Aber mal Spaß beiseite. Mich fasziniert die Technik und die Größe der Fahrzeuge und mich faszinieren die Menschen, die einsteigen. Wenn ich bei zweistelligen Minus-Temperaturen morgens um sechs bei Schneegestöber die Haltestelle anfahre und in den Augen der Menschen Dankbarkeit und Freude sehe, dass der Bus da ist, dann geht mir das Herz auf. Immer noch. Wir haben nämlich eine ganze Menge lieber und freundlicher KundInnen, das darf man nicht vergessen. Wir machen Lindau mobil und es ist einfach nur gut, dass es den Stadtbus gibt. Als BusfahrerIn erlebst Du täglich noch echte Menschen, echte Geschichten und echte Emotionen – für jemand, der Menschen mag, ein toller Job!