Mit dem Stadtbus zum Kinderfest
Wenn am Mittwoch, 29. Juli, die Lindauer ihr traditionelles Kinderfest feiern, fahren die Stadtbusse für die Besucher bis nach Mitternacht.
Alle fünf Linien, inclusive der Linie 2, fahren nach 22.40 Uhr im Halbstundentakt weiter bis 0.10 Uhr. Es gibt also drei zusätzliche Fahrten, die den ZUP um 23.10, 23.40 und 0.10 Uhr verlassen.
In der Früh kann der Stadtbus wegen des Festumzugs nicht auf die Insel fahren. Das bedeutet für Mittwoch, dass die Stadtbusse von 5.40 bis 8.10 Uhr (Abfahrt ab ZUP) planmäßig fahren. Von 8.40 Uhr bis einschließlich 10.40 Uhr (Abfahrt ab ZUP) enden die Linien 2 und 5 in Richtung Insel an der Haltestelle „Toskana“. Die Haltstellen auf der Insel können die Busse in dieser Zeit nicht anfahren.
Wegen des Kinderfestes in Reutin kann der Stadtbus vom Beginn der Aufbauarbeiten bis zum Ende des Abbaus, also von Dienstag bis Donnerstag, 28. bis 30. Juli, einige Haltestellen nicht anfahren: Die Haltestellen „Lugeck“, „Schule Reutin“ und „Wiedemannstraße“ entfallen beidseitig. Ersatzhaltestellen gibt es in der Steigstraße an der Ecke Röntgenstraße für die Haltestelle „Lugeck“ in Richtung Oberhochsteg (die Haltestelle „Lugeck“ in Richtung ZUP entfällt), sowie beidseitig in der Rickenbacher Straße am Kiosk Meister für die Haltestellen „Schule Reutin“ und „Wiedemannstraße“.
Auch in Zech gibt es eine Änderung am Kinderfest-Mittwoch, 29. Juli. Hier kann die Haltstelle „Kopernikusplatz/Zech“ ganztägig nicht angefahren werden, der Stadtbus der Linie 5 fährt direkt von der Haltestelle „Grenzsiedlung/Zech“ zur Haltestelle „Kunert“ und weiter den üblichen Linienweg.
Tariferhöhung zum 01.08.26 beim Stadtbus Lindau
Um durchschnittlich 3,9 Prozent steigen die Preise für Fahrscheine des bodo-Tarifs zum 1. August – und damit weniger stark als im Vorjahr.
Was bedeutet die Preiserhöhung konkret? Praktisch alle Tickets des bodo-Tarifs, ausgenommen die bodo-Zusatzoptionen zum Deutschlandticket, werden etwas teurer. Beispielsweise kostet der Einzelfahrschein für Erwachsene innerhalb von Lindau künftig 3,10 statt bisher 3,00 Euro. Der Preis für eine Gruppentageskarte in Lindau steigt von 14.20 auf 14.70 Euro.
Ebenfalls ab 1. August gibt es folgende Änderungen im Lindauer Tarif: Die 8-Tage-Karte wird zur Wochenkarte und hat eine Gültigkeit für die jeweilige Kalenderwoche, also von Montag bis Sonntag. Die Tarifprodukte Monatskarte 2 Partner, Abo-Karte 2 Partner, Jobticket und Zone Bregenz werden abgeschafft. Zudem entfällt die Rabattierung für die EC-Zahlung.
Für Fahrgäste, die sich nicht auf ein Abo festlegen möchten, schafft der Verkehrsverbund jetzt ein ähnlich günstiges, regionales Angebot: „Bei der bodo-eCard wird zum 1. August einen Preisdeckel eingeführt. Das bedeutet: Egal, wie viel man innerhalb des bodo-Gebiets fährt: Teurer als 72 Euro wird es pro Monat und pro eCard nicht. Damit mache man den öffentlichen Nahverkehr auch für Gelegenheitsnutzer noch flexibler nutzbar und besser kalkulierbar. Das Preisniveau ist zudem bereits ab der ersten Fahrt sehr niedrig. Denn wer mit der eCard fährt, bekommt den Digitaltarif berechnet, der gegenüber dem Barverkauf um 30 Prozent günstiger ist.
Die ab 1. August gültigen und vollständigen Tarifbestimmungen finden sich ab dem Tag des Inkrafttretens auf www.bodo.de sowie www.sw-lindau.de. Für alle Informationen zu Tarifen sowie rund um die eCard sind die Kolleginnen im Stadtbusbüro am Zentralen Umsteigepunkt persönlich oder unter Telefon 08382-704-242 für Sie da.
Ab 16. Juni fährt nur die Linie 5 auf die Insel
Ab Dienstag, 16.06.2026 muss bis auf Weiteres die Linie 2 zwischen Anheggerstraße (ZUP) und der Insel aufgrund hoher Krankenstände beim Fahrpersonal eingestellt werden.
Die Linie 5 bedient zusätzlich die Haltestelle "Westliche Insel".
Das Stadtbusteam bittet um Verständnis und wünscht eine gute Fahrt!
Umleitung der Linie 4 zwischen Rehlings/Weißensberg und Anheggerstraße (ZUP) ab Montag, 18.05.2026 bis voraussichtlich Freitag, 07.08.2026
Der Stadtbus der Linie 4 fährt ab Montag, 18.05.2026 mit Betriebsbeginn bis voraussichtlich Freitag, 07.08.2026 bis Betriebsende aufgrund einer Straßensperrung im Motzacher Weg ab der Haltestelle „Motzach“ nicht über Motzacher Weg, Köchlinstraße und Reutiner Straße sondern eine Umleitung über Hammerweg, Riggersweilerweg und Kemptener Straße zur Haltestelle „Rennerle“ und danach den üblichen Linienweg.
Die Haltestelle „Inselbrauerei“ wird vor die Einmündung Hammerweg verlegt, die Haltestellen „Rotmoosstraße“ und „Köchlin“ können im gesamten Zeitraum von der Linie 4 nicht bedient werden und entfallen ersatzlos.
Das Stadtbusteam bittet um Verständnis und wünscht eine gute Fahrt!
Baustelle auf der Linie 5 in Zech ab Montag. 11.05.2026
Aufgrund von Straßenbauarbeiten im Zeitraum 11. Mai 2026 bis voraussichtlich 31. Oktober 2026 wird die Bregenzer Straße in Zech zwischen den Haltestellen "Kunert" und "Metzeler" bzw. Lidl und Autopartners halbseitig gesperrt.
Die Haltestelle "Metzeler" entfällt in diesem Zeitraum komplett, die Fahrgäste werden gebeten die Haltestelle "Bahlsen" zu nutzen.
Die Verkehrsregelung erfolgt durch eine Ampelanlage und kann vom Stadtbus per Funk gesteuert werden. Dennoch wird es auf der Linie 5 zu Verspätungen kommen und bei erheblichen Verspätungen wird der Anschluss der Linie 5 am Zentralen Umsteigepunkt und zu den anderen Stadtbuslinien aufgehoben.
Das Stadtbusteam bittet darum, dies bei der Reiseplanung zu berücksichtigen und mehr Zeit einzuplanen.
„Für jemand, der Menschen mag, das Größte“
Am 22.Oktober 1994 startete das Lindauer Stadtbussystem als „Oktoberrevolution“ – heute hagelt es wegen der mangelnden Pünktlichkeit vielfach Kritik. Hat der Stadtbus die Kurve nicht gekriegt, wurde er totgespart oder schlecht geredet? Ein Gespräch mit René Pietsch und Gebhard Lindhorst über Hintergründe, Wünsche, Testphasen und Motivation.
Der Stadtbus startete als leuchtender Stern vor 28 Jahren. Ist der Lack ab oder was ist passiert?
René Pietsch: Bei allem Verständnis für berechtigte Kritik, Fakt bleibt: Welche Stadt in unserer Größenordnung leistet sich ein solches ÖPNV-Angebot und der Mut aller Beteiligten damals, diesen Weg zu gehen, war richtig, weitsichtig und eine geniale Entscheidung. Die Stadt hat sich – gerade innerhalb der vergangenen zehn Jahre – mächtig verändert, ich denke nur an jahrelange Baustellen, die Inbetriebnahme des Reutiner Bahnhofs und die dramatisch gestiegene Verkehrsbelastung auf Lindaus Straßen. Damit sind regelmäßig Behinderungen der Stadtbusse verbunden, die wir künftig dringend beeinflussen und im besten Fall vermeiden müssen.
Nicht immer konnte das System in der erforderlichen Weise angepasst und optimiert werden, politische Mehrheiten haben sich verändert, das Budget ist begrenzt und der Versuch, möglichst viele Wünsche zu erfüllen, brachte das System irgendwann an seine Grenzen. Und unsere dankbaren und treuen KundInnen der ersten Stunde, nämlich die, die Lindau noch ohne die türkise Flotte kennen und die einfach nur glücklich waren und „ihren“ Stadtbus schätzten, werden weniger. Die Anspruchshaltung und die Bereitschaft, auf die „Öffis“ zu schimpfen ist im Gegensatz dazu stetig angestiegen.
Das klingt frustriert…
René Pietsch: Nein. Unser Team hat den Anspruch, den Stadtbus wieder auf Vordermann zu bringen. Ich bin mein Berufsleben lang und an unterschiedlichen Orten Verkehrsmensch und weiß, dass die Probleme sich überall sehr ähneln. Und dass Menschen entsetzt aufschreien, wenn sich was ändert, auch das ist nur allzu menschlich. Tatsache ist aber halt, dass Veränderung zur Weiterentwicklung dazu gehört, und dass wir nichts verbessern können, wenn wir darauf bestehen, dass alles so bleiben muss wie vor 28 Jahren. Wenn wir dem Klimawandel etwas entgegensetzen wollen, dann wird sich das Mobilitätsverhalten grundlegend ändern müssen. Und dazu kann der ÖPNV entscheidend beitragen. Ob nun umgestiegen wird, weil´s günstig ist oder ob diese Entscheidung rein vom Angebot abhängt, das wird gerade sowohl deutschlandweit, Stichwort Neun-Euro-Monatskarte, als auch bei uns in Lindau, Stichwort Ein-Euro-Ticket und Testphase für das Optimierungskonzept, quasi „am offenen Herzen“ ausgelotet.
Sie sprechen von „heiligen Kühen“ wie beispielsweise dem Rendez-Vous-System oder dem ZUP-Standort?
René Pietsch: Auch. Damit wir wieder besser werden können, müssen wir was tun. Ein „weiter so“ geht halt nicht und – so schade das ist – man kann´s auch nicht allen recht machen. Die Optimierungs-Testphase mit Streckenkürzungen hat ja im Vorfeld auch hohe Wellen geschlagen. Zurecht ein Stück weit. Der Bus muss zu den Menschen kommen, damit er angenommen wird. Nicht umgekehrt. Darum fährt der Bus ja zum Beispiel auch durch den Inselkern. Aber nur mit Ausprobieren im Echtbetrieb können wir kluge Entscheidungen für die Zukunft treffen und unser System fit für die Zukunft machen.
Wenn Sie sich was wünschen dürften, was wäre das?
René Pietsch: Als erstes würde ich mir ganz viele Bewerbungen von BusfahrerInnen wünschen. Da sind wir echt am Anschlag. Und als zweites würde ich mir ein wenig von dem „Spirit“ zurückwünschen, den es früher gab und den ich nur aus Erzählungen meiner älteren KollegInnen kenne. Dass über gemeinsame, konstruktive und kreative Vorschläge gute Ergebnisse erzielt werden und dass wir ein bisschen von der Haltung „Wir schaffen das“ zurückerobern können. Dass es wieder „unser Stadtbus“ wird, den unsere BusfahrerInnen voller Stolz durch die Stadt fahren. Um den Stadtbus fit für die Verkehrswende zu machen braucht es neben einem klugen Konzept aber vor allem zusätzliche Finanzmittel. Das können die Kommunen, das kann auch die Stadt Lindau nicht alleine stemmen. Deshalb müssen Bund und Land die finanziellen Voraussetzungen für den künftigen ÖPNV schaffen. Der Green-Deal muss nicht nur gewollt, sondern auch finanziert werden.
Sie brauchen BusfahrerInnen?
René Pietsch: Ja. Ganz dringend. Ohne FahrerInnen kein Stadtverkehr. Das ist ein Knochenjob und die Damen und Herren brauchen oft Nerven wie Drahtseile, das kann aber auch richtig Spaß machen und erfüllend sein.
Herr Lindhorst, Sie sind nicht nur Fahrmeister sondern wann immer es geht auch Busfahrer. Immer noch aus Leidenschaft und Überzeugung?
Gebhard Lindhorst: Unbedingt! Für mich und die meisten meiner KollegInnen ist das das Größte! Wir sind die Könige der Straße und haben 286 PS unter´m Hintern! Aber mal Spaß beiseite. Mich fasziniert die Technik und die Größe der Fahrzeuge und mich faszinieren die Menschen, die einsteigen. Wenn ich bei zweistelligen Minus-Temperaturen morgens um sechs bei Schneegestöber die Haltestelle anfahre und in den Augen der Menschen Dankbarkeit und Freude sehe, dass der Bus da ist, dann geht mir das Herz auf. Immer noch. Wir haben nämlich eine ganze Menge lieber und freundlicher KundInnen, das darf man nicht vergessen. Wir machen Lindau mobil und es ist einfach nur gut, dass es den Stadtbus gibt. Als BusfahrerIn erlebst Du täglich noch echte Menschen, echte Geschichten und echte Emotionen – für jemand, der Menschen mag, ein toller Job!